Aktionstag! der 2. Bielefelder Klimawoche


Zu Füßen des Leinewebers stellt das Technische Hilfswerk als Partner der 2. Bielefelder Klimawoche eine Sandsackfüllstation und eine Trinkwasseraufbereitungsanlage aus.

Mit dem Aktionstag! endete die 2. Bielefelder Klimawoche am 09.10.2010 mit einer Vielzahl von Aktionen. Zwei Ortsverbände des Geschäftsführerbereiches Bielefeld der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk stellten im Aktionsbereich am Altstädter Nikolaikirchplatz Equipment aus und beantworteten viele Fragen. Der heimatliche Ortsverband Bielefeld war mit seiner Jugendgruppe angetreten und zeigt in höchst praktischer Weise wie man den Auswirkungen zum Beispiel von Hochwässern begegnet und weiter Schaden verhindert oder mindern hilft. An einer Sandsackfüllstation zeigen die Junghelfer nicht nur wie man mit einfachen Mitteln eine sehr effektive Sandsackfüllhilfe bereitstellt, sondern mit viel körperlichen Einsatz auch wie mit den Sandsäcken sichere und stabile Verbauungen hergestellt werden.

Diese dienen zur Deichverteidigung oder Objektsicherung. Auch das Aufschichten einer sogenannten Quellkade, einer Sicherungsmaßnahme bei punktuell unterspülten Deichen, forderte den einen oder anderen Scheißtropfen bei sonnigem Wetter.

Das zweite THW-Team war von der Fachgruppe Trinkwasserversorgung des Ortsverbandes Lemgo. Die vier Helfer waren mit einer mobilen Trinkwasseraufbereitungsanlage des Typs Krupp aus Lippe angereist. Unter dem Gruppenführer Torsten Schnitger zeigten und erläuterten der Truppführer und Maschinist Wolfgang Anton, der Kraftfahrer Marcel Böhmfeld und der Laborant Rainer Stengel interessierten Bürgern und Mitausstellern die mobile Trinkwasseraufbereitungsanlage und das mitgeführte Erkundungs- und Betriebslabor.

Solche mobile Anlagen kommen immer dann zum Einsatz, wenn die Trinkwasserversorgung nicht mehr normal vom örtlichen Versorger gewährleistet werden kann. Ursachen dafür können unter Anderem Überschwemmungen von Wassergewinnungsanlagen bei Hochwasser, Verunreinigungen bei Schadereignissen oder das Versiegen von Trinkwasserquellen, zum Beispiel in Folge von langen Dürreperioden, sein. In solchen Fällen müssen alternative Wasserquellen gefunden, erkundet und erschlossen werden. In der Regel muss dann das Wasser aufbereitet werden und kann dann unter ständiger Überwachung durch das Kontrolllabor unter Aufsicht der zuständigen Behörde (Gesundheitsamt) als Trinkwasser abgeben werden.

Fotos vom Aktionstag

 
Text & Fotos: Rainer Stengel
 
 

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© Technisches Hilfswerk Ortsverband Lemgo