Pfingstlager 2007 - Halle-Westfalen

Freitag, 25.05.2007

15:30 Uhr - an der Unterkunft im Steinweg treffen die ersten Jugendlichen ein. Überraschenderweise bei Sonnenschein, denn gut eine Viertelstunde zuvor hatten die Jugendhelfer noch demonstriert bekommen wie viel Wasser in Form von Regen aus den Wolken auf einmal herausfallen kann und wie teilweise machtlos die Kanalisation gegen diese Wassermassen sein kann.

17:15 Uhr – Das Wetter hält! Nachdem die letzten Dinge verstaut waren ging es los nach Halle. Gegen 18:00 Uhr hörte man auf dem 2m Band dann freundlicherweise, dass ein Lemgoer MTW gesichtet wurde. Die gute Nachricht war also, dass wir auf den richtigen Weg waren, die schlechte war wir mussten darauf hinweisen dass es zwei MTW waren die nun mit einem Anhänger und 10 Jugendhelfern sowie 5 Betreuern darauf warteten ihre Zelte neben den bereits dort stehenden Zelten aufzubauen. Dies ging dann auch relativ zügig, denn es sollte auch schon bald etwas zu essen geben. Nach Kartoffelsalat und Würstchen wartete schon das erste Highlight des Freitages!
In bunt gemischten Gruppen sollte mit Pappe und Klebeband eine Murmelbahn an die MTW geklebt werden. Gewonnen hatte die Gruppe, bei der die Kugel am längsten unterwegs war…

Nicht ganz so einfach gestaltete sich diese Murmelbahn, da die MTW aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit nicht mehr wirklich trocken waren und das Klebeband daher nicht wirklich hielt.

Samstag, 26.05.2007

08:00 Uhr vormittags - Nach einem ausgiebigen Frühstück begann ein sehr ereignisreicher Tag. Während die eine Hälfte auf dem Übungsgelände in Halle zwecks Ausbildung der Jugendhelfer blieb fuhr der Rest auf das nahe gelegene THW Übungsgelände nach Gütersloh.

Hier gab es die spannende Praxis zum Thema „Bergen aus Tiefen“ zusammen mit der Jugendgruppe aus Vlotho auf, über und unter dem Trümmerkegel zu erlernen. EGS, Bergeschleppe, Schleifkorb, Rollgliss und so weiter wurden zunächst erklärt und mussten auch gleich von den Jugendlichen ausprobiert werden.
Dass die Jugendlichen das so eben erlernte oder auch schon gekonnte beherrschen, durften sie auch gleich im Anschluss während einer Bergungsübung zeigen. Bei strahlendem Sonnenschein und weit über 24°C sollten zuvor versteckte Verletztendarsteller geortet und geborgen werden.
Dieses wurde auf professionelle Art von den Jugendlichen durchgeführt so dass zunächst vier Verletztendarsteller aus ihren Schächten, Röhren, vom Dach oder sonstigen Verstecken erfolgreich geborgen wurden.
Nur das Bergen der letzten beiden Verletztendarsteller gestaltete sich aufgrund der schwierigen Zugänge zu ihrem unterirdischen Versteck als schwierig, so dass noch mal alle mit anfassen mussten.

Nach dem Mittagessen kam die geniale Aufgabe eine Seilbahn mit gebundenen Dreiböcken und Greifzug zu bauen. Da diese Aufgabe noch vom Bezirkswettkampf im vergangenen Monat bekannt war sollte diese auch diesmal einen Sinn haben! Mit dieser Seilbahn sollte nämlich auch gleich der anliegende Teich überquert werden.
Nachdem die Seilbahn sicher stand durfte sich jeder daran versuchen den Teich zu überqueren, ohne nasse Füße zu bekommen.

Zum Abendessen ging es auch schon wieder zurück zum Lager in Halle. Müdigkeit und Erschöpfung war ein verbreitetes Merkmal von vielen Jugendlichen nach diesem anstrengenden Tag. Doch es sollte nicht alles gewesen sein…

22:55 Uhr schreckte ein lauter Knall einige Jugendliche aus dem Schlaf, und sehr schnell standen alle hinter den Zelten versammelt. Hier war ein Feuerwerk zu bestaunen.

23:00 Uhr – Das Feuerwerk war vorbei, aber dafür liefen neben den Motoren der Fahrzeuge auch die Jugendlichen in voller Einsatzmontur in die Fahrzeuge. Es hieß EINSATZ, sehr verwundert waren schon einige dass es mit dem Auto los ging, das Gerücht einer fünfstündigen Wanderung hatte sich also nicht bewahrheitet. Am Ende mit Blaulicht fuhren die Jugendgruppen zu ihren zugeteilten Einsatzorten.
Hier wurde mit anderen Jugendgruppen zusammen eine Einsatzstelle mittels Scheinwerfern optimal ausgeleuchtet. Der Strom kam hierbei aus der Steckdose an den Aggregaten, welches auch noch ordnungsgemäß zu bedienen war. Unter die im Scheinwerferlicht tanzenden Mücken mischten sich langsam Regentropfen und das helle kurzzeitige Leuchten am Himmel kam eindeutig nicht von den Scheinwerfern. Das unter dem Lärm der Aggregate überhörte Donnern bedeutete einen noch mal stressigen Rückbau für die Jugendlichen, damit sie nicht noch Nass wurden und da die Einsatzstelle im mitten im Wald lag wurde es auch langsam gefährlich. So ging es rasch zurück ins Lager.

Dort angekommen öffnete der Himmel so richtig seine Schleusen, so dass alle noch mal richtig schnell in die Zelte rennen durften. Dank des sandigeren Boden und des neu eingeführten Zeltfußbodens blieb das Wasser glücklicherweise außerhalb der Zeltwände. Nach einer guten Stunde war das Spektakel auch wieder vorbei und während deutlich mehr Jugendliche schliefen brannte draußen auch schon wieder das Lagerfeuer.

Sonntag, 27.05.2007

Herrlich schwüles warmes Wetter. Modern Talking zum Wecken und ab 9:00 Uhr gab es ein ordentliches Frühstück. Denn um 11:00 Uhr ging es auch schon los zur UTM Koordinatentour kreuz und quer durch Gütersloh. Wir starteten erstmal als letzte Gruppe, nicht ahnend dass wir eine der ersten Gruppen sein würden, die wieder zurückkommt.

Die erste UTM Koordinate wurde ausgewertet und es ging mit den beiden MTW los über Straßen welche im späteren Verlauf, nennen wir es mal bessere geteerte Feldwege, waren zu einem Bauernhof. Ziemlich fragwürdig war was wir dort wollten, denn hier war nichts.
Aber zur ersten Steigerung von nichts führte uns die zweite Koordinate, hier war rein gar nichts zu finden, außer das man den Wald vor lauter Bäumen nicht gefunden hätte. Keine Kirchturmspitzen die hätten laut Aufgabenplan gezählt werden sollen oder sonstiges...

Nachdem die dritte Koordinate in ein Wohngebiet führte und sich direkt in den Hintergärten von Häusern befand waren wir uns einig, dass da eineindeutig was faul war. Da wir wussten dass eine Koordinate der OV Gütersloh sein sollte, wo bereits das Mittagessen auf uns wartete spielten wir alle Koordinaten noch einmal durch und keine lag großartig in der näheren Nähe des Ortsverbandes. So wurde die Koordinatentour abgebrochen und der Ortverband nach Navigationssystem, ich meine natürlich Karte gesucht und dort auch unser Mittagessen gefunden.

Die simple Antwort warum so viele auf dem Holzweg unterwegs waren war einfach: Die Koordinaten waren von einer ganz anderen Karte als der ausgehändigte abgelesen und dann auch noch vertauscht worden. Also konnte die Tour nach dem Mittagessen von vorne beginnen, unsere ging direkt zurück zum Lager um erstmal sinnvollerweise zusammen mit den Maltesern, welche glücklicherweise die ganze Zeit über nichts großartiges zu tun hatten, wenn man von den Eisbeuteln und den ein oder anderen Pflaster absieht Brennholz für das Lagerfeuer zu machen.

Im Anschluss daran hieß es Badesachen anziehen und wir fuhren auf die andere Seite der Eisenbahntrasse, welche hinter dem Lagergelände her führte an einen See zum Schwimmen und Spaß haben. Eine an einem Baum aufgehängte Arbeitsleine sorgte für den Funfaktor ins Wasser zu kommen.

Der Sonntagabend wurde nach dem Duschen in der nahe gelegenen Grundschule, welches dem THW für das Wochenende dank der Stadt Halle ermöglicht wurde, bei gemütlichen zusammensitzen um das Lagerfeuer und am Grill ausgeklungen. Für die Jugendlichen welche noch immer die Müdigkeit nicht eingeholt hatte wurde gleichzeitig eine Lager Disko veranstaltet.

Montag, 28.05.2007

Der Tag zu lang, die Nacht zu kurz. Trotzdem begannen irgendwelche Spaßvögel um kurz vor sechs schon mal damit den Inhalt der Zelte nach draußen zu stellen, mit besonderer Vorliebe die Feldbetten auch wenn da noch wer drauf lag. Nachdem diese Spaßvögel dann auch langsam zu müde wurden kehrte um 7:30 Uhr vorübergehend Ruhe ein, bis es dann nach einem kurzen Frühstück an den Abbau der Zelte ging. Rückfahrt sowie Material säubern und zurückstellen gestaltete sich ohne Schwierigkeiten, so dass um 16:00 Uhr das Pfingstlager beendet werden konnte.

Fotos vom Pfingstzeltlager
 
Text: Christopher Gröne, Fotos: Joachim Steinhagen und Christopher Gröne
 

oben
dreieck
© Technisches Hilfswerk Ortsverband Lemgo