Am Samstag, den 13.05.2006, trafen sich Helfer des Ortverbandes Lemgo und Interessierte an der Unterkunft um gemeinsam nach Fulda zur RETTmobil 2006, der 6. Fachmesse für Rettung und Mobilität, zu fahren.
Nach gut zwei Stunden Fahrt durch, zum Teil heftige Schauer und Gewitter, ereichte man das Messegelände in Fulda und Petrus zeigte dann sein Einsehen.
Schon auf dem Weg zum Eingang konnte man einen Eindruck vom Offroad-Park bekommen, in dem im Laufe des Tages unterschiedliche Fahrzeuge ihre Fähigkeiten im Gelände unter Beweis stellten.
Der Rundgang über das Messegelände, begann mit den Hallen 1 bis 5 in denen Fahrzeughersteller und –Ausstatter eine Reihe von Rettungs- und Einsatzfahrzeugen zeigten. Die Kranken- und Rettungswagen waren z.T. recht üppig mit Warneinrichtungen ausgestattet. Einer der Besucher vermutet, dass ein Unfallopfer bei einem solchen Fahrzeug mit voller Beleuchtung eher an die Landung Außerirdischer denn an seine Rettung glauben würde.
Bei den neuen Notarzteinsatzfahrzeugen besteht auf Grund der Motorisierung und der Innenausstattung wohl die Gefahr, dass Notarzt und Fahrer am Einsatzort gar nicht mehr aussteigen möchten.

Nach den Fahrzeugen ging es hinaus auf das Freigelände. Im Gegensatz zum letzten Jahr war die Fläche hinter der Halle 5 weitest gehend ungenutzt. In dem Bereich hinter dem Messerestaurant hatte die Bundeswehr ein Feld-OP und ein Versorgungsmodul aufgebaut und diverse Fahrzeuge aufgestellt, unter anderem auch ein THW-blaues Informationsmobil. Neben diversen Fahrzeugen der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks, konnte hier auch ein MastKW vom Weitverkehrstrupp des OV Gelnhausen bestaunt werden.
An einem Übungsturm aus Gerüstelementen im Freigelände wurde das Retten einer Person aus Höhen und Tiefen mit Hilfe des SKEDCO Rettungstragensystems vorgeführt. Vor dem Turm hatte eine Gemeinschaft von Rettungshundestaffeln einen kleinen Parcours aufgebaut.
Vom Rande des Freigeländes aus hatten wir dann die Möglichkeit uns die Geländegängigkeit von diversen Fahrzeugen anzusehen.
Im Anschluss an das Freigelände gingen es dann durch die Hallen G bis C. Dort waren ein Teil der Rettungs- und Hilfsdienste, der Feuerwehr und das THW mit Informationsständen vertreten.
An den restlichen Ständen waren Anbieter von Artikeln und Dienstleistungen rund um das Rettungswesen präsent. Auffällig bei den Herstellern und Vertreibern von „Blaulichtern“ ist die deutliche Zunahme von flachen, in der Regel auf LED-Technik und Blitzleuchten beruhenden, Modulen. Auch die Produktvielfalt an Front-, Heck-, Außenspiel- und Seitenleuchten und -blitzern ist beträchtlich gestiegen.
Gegen 15 Uhr traten die Lemgoer dann den Rückweg Richtung Heimat an und nach gut zwei Stunden erreichte man die Unterkunft am Steinweg.
Im Vergleich zum letzten Jahr scheint die Messe dieses Jahr etwas kleiner zu sein. Bei einem Teil der Aussteller ist augenscheinlich der Umfang der Präsentation vermindert worden. Eine groß angelegte Übung und Demonstration wie letztes Jahr, bei der ein Busunglück simuliert wurde, fehlte leider auch.
Fazit: Der Messebesuch inkl. der An- und Abreise war eine feine Sache. Auf Grund des augenscheinlich etwas zurückgefahren Messebetriebs bewertete man die Aktion als befriedigend.
Die RETTmobil 2007 findet vom 10. - 12. Mai 2007 statt.