Vielen sind noch die schrecklichen Bilder der Waldbrandkatastrophe in Griechenland gegenwärtig. Aufgrund der großflächigen Schadenslage waren die regionalen Einsatzkräfte schnell überfordert. Übergeordnet musste schnell organisiert und entschieden werden, doch das will geübt sein.
Nicht als Folge des Schadenverlaufes in Griechenland, sondern um die Bekämpfung großflächiger Schäden gewappnet zu sein, veranstaltetet die Bezirksregierung die obige Übung. Teilgenommen habe Einheiten der Feuerwehr, des THW und des DRK.
Gemäß Marschbefehl ging es für die THW-Einheiten zunächst nach Paderborn zum Ortsverband. Der gesamte Verband wurde dort in 2 Marschkolonnen aufgeteilt, die dann im 30-minütigem Abstand sich auf den Weg ins Übungsgebiet machten. Für den Lotsentrupp des THW Lemgo war der Übungseinsatz Premiere. Keine leichte Aufgabe. Erschwerend kam noch der Berufs- und Pendlerverkehr an Freitagen dazu. Auch das Finden von geeigneten Rastplätzen für einen derart großen Verband ist nicht leicht. Der Rastplatz „Rölveder Mühle“ an der A 45 war geeignet. Nach Rücksprache mit dem Pächter wurde der Rastplatz für den Verband gesperrt. Die erste Kolonne erreichte den Rastplatz zum technischen Halt um 22:00 Uhr, die zweite um 22:30 Uhr
Am Samstag Morgen gegen 01.00 Uhr machten die Einheiten Quartier in der Kaserne Stegskopf des Truppenübungsplatzes Daaden (Westerwald).
Pünktlich um 09:00 Uhr am Samstagmorgen begann die Übung. Ziel war es Wassermengen aus einem See
anzusaugen und über eine Strecke von mehreren Kilometern zu transportieren. Hierzu wurde ein Schlauchsystem eingesetzt. Dieses Bestand aus mehreren Hochleistungspumpen. Erschwerend kam hinzu, dass Höhenunterschiede von ca. 40 m überwunden werden mussten.
Die Wassermengen wurden den Feuerwehren zum Löschen von zwei großflächigen Waldbränden übergeben.
Das Resümee dieser gemeinsamen Übung mehrerer Fachverbände ist sehr zufriedenstellend. Die Zusammenarbeit zwischen „rot“ und „blau“ erwies sich als sachlich und fachlich abgestimmt. Dennoch muss das Zusammenspiel gerade bei derartig großen Schadensereignissen noch weiter vertieft werden, denn im unvorhergesehenen Ernstfall gibt es keine Vorbereitung.